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Allergologie und Immunologie

Allergien bei Kindern: Symptome, Tests und Hilfe im Notfall

Allergien sind Immunreaktionen auf einen Auslöser. Art, Zeitpunkt und Stärke der Beschwerden helfen ärztlich, Allergien von Infektionen, Reizungen und Nahrungsmittelunverträglichkeiten zu unterscheiden.

Entscheidungsbaum auf Deutsch

Dieselben Fragen und Antworten wie in der Entscheidungshilfe, nach Zweigen geordnet. Öffnen Sie den Baum, um die Optionen zu vergleichen.

Was ist bei Allergiebeschwerden als Nächstes zu tun?
  • Könnte gerade eine schwere allergische Reaktion auftreten?

    An eine schwere Reaktion denken bei plötzlicher Atem- oder Schlucknot, Zungen- oder Halsschwellung, Ohnmacht oder Kollaps oder Beschwerden mehrerer Organsysteme nach einem möglichen Allergen, etwa Quaddeln mit wiederholtem Erbrechen. Anaphylaxie ist auch ohne Quaddeln möglich.

    • Ja
      • Mögliche Anaphylaxie: sofort handeln

        Bei Verdacht auf Anaphylaxie sofort das dem Kind verordnete Adrenalin nach Geräteanleitung geben, falls verfügbar, und dann den örtlichen Rettungsdienst rufen. Ohne verfügbares Adrenalin sofort anrufen. Nicht auf Ausschlag, einen Tagebucheintrag oder die Wirkung eines Antihistaminikums warten. Auch bei Besserung ist eine Notfallbeurteilung nötig.

        Antihistaminika können bestimmte leichte Allergiebeschwerden lindern, ersetzen bei Anaphylaxie aber kein Adrenalin. Den ärztlich erstellten Notfallplan des Kindes befolgen.

    • Nein
      • Sind die Beschwerden neu, zunehmend oder noch vorhanden?
        • Ja
          • Zeitnah ärztlichen Rat einholen

            Den vorhandenen ärztlichen Plan befolgen und bei neuen oder anhaltenden Beschwerden zeitnah ärztlichen Rat einholen. Bei Veränderungen von Atmung, Schlucken oder Wachheit oder rascher Ausbreitung die Notfallhinweise befolgen. Ein verdächtiges Lebensmittel nicht zu Hause erneut ausprobieren.

        • Nein
          • Allergiesprechstunde vorbereiten

            Auslöser, Beginn und Verlauf der Beschwerden sowie gegebene Behandlungen notieren. Ärztlichen Plan und Fragen zum Termin mitbringen; dieser Eintrag stellt keine Allergiediagnose.

            Ein Lebensmittel, das eine vermutete Reaktion ausgelöst hat, bis zur ärztlichen Beratung meiden. Nicht zahlreiche sonst verträgliche Lebensmittel ohne ärztliche oder ernährungsmedizinische Beratung streichen; unnötige Einschränkungen können die Ernährung beeinträchtigen.

        • Unsicher
          • Zeitnah ärztlichen Rat einholen

            Den vorhandenen ärztlichen Plan befolgen und bei neuen oder anhaltenden Beschwerden zeitnah ärztlichen Rat einholen. Bei Veränderungen von Atmung, Schlucken oder Wachheit oder rascher Ausbreitung die Notfallhinweise befolgen. Ein verdächtiges Lebensmittel nicht zu Hause erneut ausprobieren.

    • Unsicher
      • Mögliche Anaphylaxie: sofort handeln

        Bei Verdacht auf Anaphylaxie sofort das dem Kind verordnete Adrenalin nach Geräteanleitung geben, falls verfügbar, und dann den örtlichen Rettungsdienst rufen. Ohne verfügbares Adrenalin sofort anrufen. Nicht auf Ausschlag, einen Tagebucheintrag oder die Wirkung eines Antihistaminikums warten. Auch bei Besserung ist eine Notfallbeurteilung nötig.

        Antihistaminika können bestimmte leichte Allergiebeschwerden lindern, ersetzen bei Anaphylaxie aber kein Adrenalin. Den ärztlich erstellten Notfallplan des Kindes befolgen.

Auf einen Blick

  • Pollen, Hausstaubmilben und Tierallergene können Niesen, eine juckende Nase und tränende Augen auslösen. Allergischer Schnupfen allein verursacht kein Fieber.
  • Eine Nahrungsmittelallergie kann nach dem Essen Quaddeln, Schwellungen, Erbrechen, Husten oder pfeifende Atmung auslösen. Manche Reaktionen treten verzögert auf. Ein Tagebuch unterstützt die Abklärung, bestätigt aber keine Allergie.
  • Antihistaminika können bestimmte leichte Allergiebeschwerden lindern, ersetzen bei Anaphylaxie aber kein Adrenalin. Den ärztlich erstellten Notfallplan des Kindes befolgen.
  • Tests richten sich nach der Reaktionsgeschichte. Ein positiver Hauttest oder spezifischer IgE-Bluttest allein beweist keine klinische Nahrungsmittelallergie. IgG-Nahrungsmitteltests werden nicht empfohlen; eine diagnostische Nahrungsmittelprovokation gehört unter medizinische Aufsicht, nicht nach Hause.
  • Ein Lebensmittel, das eine vermutete Reaktion ausgelöst hat, bis zur ärztlichen Beratung meiden. Nicht zahlreiche sonst verträgliche Lebensmittel ohne ärztliche oder ernährungsmedizinische Beratung streichen; unnötige Einschränkungen können die Ernährung beeinträchtigen.
  • Bei gefährdeten Kindern einen ärztlich erstellten Allergie- und Anaphylaxieplan anfordern. Betreuungspersonen müssen das verordnete Gerät, seinen Aufbewahrungsort und die Anwendung kennen; Verfallsdaten prüfen und den offiziellen Plan mit Schule oder Kita teilen.

Symptome und mögliche Auslöser

Pollen, Hausstaubmilben und Tierallergene können Niesen, eine juckende Nase und tränende Augen auslösen. Allergischer Schnupfen allein verursacht kein Fieber.

Eine Nahrungsmittelallergie kann nach dem Essen Quaddeln, Schwellungen, Erbrechen, Husten oder pfeifende Atmung auslösen. Manche Reaktionen treten verzögert auf. Ein Tagebuch unterstützt die Abklärung, bestätigt aber keine Allergie.

Abklärung und Tests

Tests richten sich nach der Reaktionsgeschichte. Ein positiver Hauttest oder spezifischer IgE-Bluttest allein beweist keine klinische Nahrungsmittelallergie. IgG-Nahrungsmitteltests werden nicht empfohlen; eine diagnostische Nahrungsmittelprovokation gehört unter medizinische Aufsicht, nicht nach Hause.

Ein Lebensmittel, das eine vermutete Reaktion ausgelöst hat, bis zur ärztlichen Beratung meiden. Nicht zahlreiche sonst verträgliche Lebensmittel ohne ärztliche oder ernährungsmedizinische Beratung streichen; unnötige Einschränkungen können die Ernährung beeinträchtigen.

Einen Notfall erkennen

An eine schwere Reaktion denken bei plötzlicher Atem- oder Schlucknot, Zungen- oder Halsschwellung, Ohnmacht oder Kollaps oder Beschwerden mehrerer Organsysteme nach einem möglichen Allergen, etwa Quaddeln mit wiederholtem Erbrechen. Anaphylaxie ist auch ohne Quaddeln möglich.

Bei Verdacht auf Anaphylaxie sofort das dem Kind verordnete Adrenalin nach Geräteanleitung geben, falls verfügbar, und dann den örtlichen Rettungsdienst rufen. Ohne verfügbares Adrenalin sofort anrufen. Nicht auf Ausschlag, einen Tagebucheintrag oder die Wirkung eines Antihistaminikums warten. Auch bei Besserung ist eine Notfallbeurteilung nötig.

Antihistaminika können bestimmte leichte Allergiebeschwerden lindern, ersetzen bei Anaphylaxie aber kein Adrenalin. Den ärztlich erstellten Notfallplan des Kindes befolgen.

Alltag und Schule

Bei wiederkehrenden Nasen- oder Augenbeschwerden Ort und Zeitpunkt notieren und gezielte Auslöservermeidung sowie altersgerechte Behandlung kinderärztlich besprechen. Pfeifende Atmung oder Atemnot muss gesondert beurteilt werden.

Bei gefährdeten Kindern einen ärztlich erstellten Allergie- und Anaphylaxieplan anfordern. Betreuungspersonen müssen das verordnete Gerät, seinen Aufbewahrungsort und die Anwendung kennen; Verfallsdaten prüfen und den offiziellen Plan mit Schule oder Kita teilen.

Wenn Adrenalin verordnet wurde, ärztlich klären, wie zwei Dosen verfügbar bleiben und wann eine zweite nötig ist. Die Anleitung des jeweiligen Produkts verwenden.

Häufige Fragen

Können Allergien Fieber verursachen?

Pollen, Hausstaubmilben und Tierallergene können Niesen, eine juckende Nase und tränende Augen auslösen. Allergischer Schnupfen allein verursacht kein Fieber.

Muss ein Lebensmittel bei positivem Allergietest gemieden werden?

Tests richten sich nach der Reaktionsgeschichte. Ein positiver Hauttest oder spezifischer IgE-Bluttest allein beweist keine klinische Nahrungsmittelallergie. IgG-Nahrungsmitteltests werden nicht empfohlen; eine diagnostische Nahrungsmittelprovokation gehört unter medizinische Aufsicht, nicht nach Hause.

Kann ein Antihistaminikum eine Anaphylaxie behandeln?

Antihistaminika können bestimmte leichte Allergiebeschwerden lindern, ersetzen bei Anaphylaxie aber kein Adrenalin. Den ärztlich erstellten Notfallplan des Kindes befolgen.

Soll ich mehrere Lebensmittel weglassen, um den Auslöser zu finden?

Ein Lebensmittel, das eine vermutete Reaktion ausgelöst hat, bis zur ärztlichen Beratung meiden. Nicht zahlreiche sonst verträgliche Lebensmittel ohne ärztliche oder ernährungsmedizinische Beratung streichen; unnötige Einschränkungen können die Ernährung beeinträchtigen.

Was brauchen Schule oder Kita?

Bei gefährdeten Kindern einen ärztlich erstellten Allergie- und Anaphylaxieplan anfordern. Betreuungspersonen müssen das verordnete Gerät, seinen Aufbewahrungsort und die Anwendung kennen; Verfallsdaten prüfen und den offiziellen Plan mit Schule oder Kita teilen.

Quellen

Deutsche Übersetzung der Pedemy-Inhalte auf Grundlage der obigen Quellen; Stand des Originals: Oktober 2026. Nur zu Lehrzwecken, keine medizinische Beratung. Pedemy ist unabhängig und weder mit den genannten Organisationen verbunden noch von ihnen empfohlen.